Vorsichtiger Schulbeginn auch in unserer Partnerschule in Südafrika

von Michael Muelln (Kommentare: 0)

[Text: Cathrin Warnke]

Auch für unsere südafrikanische Partnerschule Leonard Ntshuntshe Secondary School in Emalahleni beginnt nach dem COVID-19 Schließung so langsam wieder der Unterricht. Nächste Woche werden kehren die Schüler der Jahrgangsstufe 12 zurück in den Unterricht, um die Vorbereitungen für ihren Abschluss im Oktober zu treffen. Die Lehrerinnen und Lehrer sind gewappnet mit viel Desinfektionsmittel und von der Regierung zur Verfügung gestellten Masken. Wer das Schulgelände betreten möchte darf keine erhöhte Körpertemperatur haben. Dafür wird extra Personal eingestellt, um die zusätzlichen Arbeiten zu stemmen. Wie genau der Schulalltag aussehen wird, wissen auch die Lehrer noch nicht. Sie freuen sich aber vielen der ärmeren Schülerinnen und Schüler endlich wieder die eine warme Mahlzeit anbieten zu können, die sie in der Schule bekommen.

 

Viele der Lernenden sind auf die Hilfe ihrer Mitschüler angewiesen, brauchen Stifte und Hefte, weil sie es sich selbst nicht leisten können. Körperlicher Kontakt ist kaum auszuschließen. Wenn es in Deutschland heißt die Klassengrößen werden reduziert erwarten wir Gruppengrößen von 10-12 Lernenden. Aufgrund der großen Klassenstärke von üblicherweise 60 Lernenden ist man schon froh, wenn nur 24 Teenager auf den Bänken sitzen.

Während die Schulen auf beiden Kontinenten geschlossen waren, wurde im Hintergrund das Projekt des „digitalen Klassenzimmers“ weiterverfolgt. Zusammen mit dem Eine-Welt-Netz, repräsentiert durch Wolfgang Silbermann, und dank hervorragender Unterstützung durch das Haus der Wissenschaft der Universität Siegen, vertreten durch Frau Katja Knoche, wurden Ipads und Bildschirme für die Partnerschule finanziert, um interaktive und interkulturelle Bildungserlebnisse für die Lernenden beider Schulen zu schaffen. Schon bei ihrem Besuch im letzten Juli in Deutschland konnte die Schule über "Labdoo", ein gemeinnütziges Hilfsprojekt, das nicht mehr genutzte Laptops von Firmen aufarbeitet und so Kindern einen Zugang zu IT und Bildung ermöglicht, mit zehn Laptops versorgt werden, auch hier leistete Frau Knoche wertvolle Unterstützung.

 

Der finanzielle Eigenanteil, den die Gesamtschule dafür leisten musste, kam zum einen vom Erlös des Verkaufs der Schulkalender, die am Tag der offenen Tür verkauft wurden und zum anderen sollte als Abschluss der Projektwoche ein Benefiz-Basketballspiel stattfinden, welches einen Großteil des Eigenanteils übernehmen sollte. Leider kann dies nun nicht stattfinden und alle Beteiligten danken dem Förderverein der Gesamtschule, der die Kosten vorerst übernommen hat. Der tatsächliche Einsatz der Ipads muss wahrscheinlich noch bis zur Rückkehr des normalen Schulalltag warten. Dann können globale und nachhaltige Themen aus unterschiedlichen Sichtweisen interaktiv vernetzt werden. 

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